Wie wichtig ist eine gute Gesichtsreinigung?

Wie reinigt man das Gesicht wirksam und Barriere-schonend? Muss man wirklich zaghaft sein, mit der Haut, oder verträgt sie auch ein bisschen was?

In diesem Blogartikel beantworten wir deine FAQs zur Gesichtsreinigung. Wir vereinfachen dabei deine Routine, zeigen dir wie viel Power in deiner Haut steckt und wie du sie mithilfe der Reinigung zusätzlich gegen Trockenheit und für eine schnelle Wundheilung (z.B. bei Akne) stärken kannst.

Question the Status Quo: Bei TRUE denken wir Hautpflege neu und hinterfragen alte Pflege-Regeln zum Wohle der Hautgesundheit und -barriere. Eine dieser Fragen dreht sich um die Gesichtsreinigung. Wie sauber muss die Haut eigentlich sein? Die Antwort auf diese Frage, findest du in unseren Top-Tipps zum Thema Cleansing. 

1. Reinige mit einem milden Cleanser

Verwende einen milden ph-hautneutralen Gesichtsreiniger, z.B. ein Waschgel, das du vorher mit etwas Wasser aufschäumst.
Extra-Tipp: Massiere dein mildes Waschgel etwa 1 Minute in die Haut ein, bevor du es abwäscht. Die mechanische Bewegung deiner Finger, wird zusätzlich helfen Partikel, wie Make-Up und Sonnenschutzreste von der Haut zu lösen und du kannst auf diese Weise auf Reinigungsgels mit starken Tensiden verzichten.

2. Wasche mit lauwarmem Wasser

Wenn du sensible, zu Rötungen neigende Haut, Couperose oder Rosazea hast, verwende am besten lauwarmes Wasser, um dein Waschgel abzuwaschen. Es regt die Durchblutung der Haut nicht zu stark an. 

3. Deine Haut muss nicht qietsch-sauber sein

Keine Angst vor ein paar Restpartikeln Make-Up oder Sonnenschutz auf der Haut. Sie können einer intakten Hautbarriere nichts anhaben und auch keine schlimme Akne auslösen. Sicher ist ein sauberes Gesicht gut, auch für deine anschließende Nachtpflege. Aber der starke Sauberkeitstrend dient auf lange Frist nicht der Hautbarriere und -gesundheit. Unterm Strich ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man weniger Probleme mit einer intakten Hautbarriere und ein paar Restpartikeln auf der Haut haben wird, als mit einer Barriere-geschädigten Haut, die immer quietsch-sauber sein muss. 

4. Frotteetücher oder Wattepads können helfen

Frotteetücher und wieder verwendbare Wattepads können dir sehr nützlich sein. Wenn du sie nach der Reinigung verwendest, um dein Gesicht zu trocknen, trägt die mechanische Reibung der Tücher zusätzlich Make-Up Reste und Co. ab, und das frei von Tensiden. Du kannst dazu ruhig etwas Druck ausüben (bei Rosazea und akut entzündeter Haut etwas sanfter sein). Reibe z.B. sachte und langsam über die betroffenen Areale.
Good to know: Traue dich deine Haut anzufassen! Die Industrie hat ordentlich zur Entfremdung mit der eigenen Haut beigetragen. Viele sprechen von Angst ihre Haut anzufassen, aus Sorge, es könnte etwas schlimmes passieren. Keine Sorge vor etwas Reibung. Sie kann bei der Reinigung nützlich sein, um zusätzlich Make-Up zu entfernen und so die Hautbarriere indirekt zu stärken.

5. Überspringe die Gesichtsreinigung am Morgen

Deine Haut weniger mit Tensiden zu reinigen, bringt sehr viele Vorteile. Ihre Barriere wird gestärkt. Sie bleibt resistenter gegen die Kollagen-abbauenden und entzündungsfördernden Eigenschaften von UV-Strahlen, neigt zu weniger Trockenheit (ideal im Herbst/Winter) und entzündete Haut, wie bei Akne, hat bessere Chancen schneller zu heilen. Falls du morgens einen Frische-Kick brauchst und überschüssigen Talg Barriere-freundlich abstreifen willst, dann versuche mal die #rosenwassertechnik, die wir bei TRUE empfehlen. Anwendung: Sprühe morgens etwas Bio-Rosenwasser auf dein Gesicht auf. Wische es sanft mit einem Frotteetuch weg. Have a nice day! : )

 

 

Bildquelle: Audrey Fretz